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Pressestimmen

Die Evangelische Zeitung schreibt am 11.12.2011:


"... Das Werk und die Aufführung in St. Jacobi finden den idealen Ausgleich, ironische Spitzen kamen beim Premierenpublikum gut an. Große Begeisterung erweckte der 11-jährige Finn Lampson (er alterniert mit dem gleichaltrigen Valentin Lobe) in der Titelrolle.
Rudolf Kelber knüpft mit dieser Oper ... an seine hervorragenden Musiktheater-Produktionen in der Kirche an ... gipfelnd in einer Inszenierung von [Händels] "Samson", die fast zeitgleich mit Harry Kupfers Jahrhundert-Inszenierung von "Belsazar" herauskam und neben ihr bestehen konnte."

Aktuelle Mitteilung vom 9.12.2011

Heute Abend werden bereits mehr als 1000 kleine und große Menschen "Amahl and the night visitors" in der besonderen Atmosphäre der Hauptkirche St. Jacobi gesehen haben. Wir freuen uns sehr über diese positive Resonanz. Für die Vorstellung am 9.12. gibt es leider nur noch wenige Restkarten! Am Samstag, 10.12. spielen wir dann noch zwei weitere Vorstellungen um 15:00h und um 18:00h. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung.

Pressestimmen, Impressionen und Radiobeiträge

NDR 90,3 sendete am 8.12.2011 im Abendjournal ein Interview mit Finn Lampson.

Der Evangelische Rundfunkdienst Nord lässt am 2.12.2011 in einem Interview Valentin Lobe und Nadine Hellriegel zu Wort kommen.



"Kirche in Hamburg" berichtet am 2.12.2011 über die Premiere:

"Mitten im Hauptschiff, in stimmungsvolles Licht gehüllt, erlebte das Premierenpublikum die Begegnung Amahls und seiner Mutter mit drei geheimnisvollen Königen auf der Suche nach einem Kind. ... Die Musik, gespielt vom Orchester "concertone" und die Solisten sowie der Chor begeisterten mit Klangkraft, Spiel- und Sangesfreude, mit Witz und Melancholie. Und als nach kurzweiliger Aufführung das Licht in der St. Jacobikirche wieder anging, wurden nicht nur die Akteure gefeiert; so mancher Zuschauer wischte sich noch schnell eine Träne der Rührung aus dem Auge."


Das "Hamburger Abendblatt" schrieb am 1.12.2011:

"Es muss ja nicht immer "Hänsel und Gretel" sein, der Klassiker unter den Weihnachtsopern. Gian Carlo Menottis "Amahl and the Night Visitors" aus dem Jahr 1951 ist eine würdige Alternative mit einer rührenden Geschichte und großartiger klassischer Musik. ... [Heute] feiert die englischsprachige Oper in der Hauptkirche St. Jacobi Premiere."

Mitwirkende

Finn Lampson, Valentin Lobe, Knabensopran (Amahl)
Judith Thielsen, Mezzosopran (Mutter)

Svjatoslav Martynchuk, Tenor (Kaspar)
Rainer Mesecke, Bariton (Melchior)
Joachim Kruse, Bass (Balthazar)

Kantorei St. Jacobi, Vokalensemble St. Jacobi
Concertone Hamburg

Musikalische Leitung: Rudolf Kelber
Musikalische Assistenz: Daniel Zimmermann
Inszenierung: Nadine Hellriegel
Bühne und Kostüme: Prof. Heinz Gellrich

Aufführungstermine

Premiere:

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 20:00h

Weitere Vorstellungen

Samstag, 3.12.2011, 18:00h
Sonntag, 4.12.2011,
18:00h

Freitag, 9.12.2011, 18:00h
Samstag, 10.12.2011, 15:00h und 18:00h

The same procedure as every year ?

"Amahl and the night visitors" ist mindestens 6x verfilmt worden und wird nach wie vor regelmäßig zur Weihnachtszeit im Fernsehen übertragen:
* NBC (1951, 1963, 1978 - z.T. an Originalschauplätzen)
* BBC (1955, 1959)
* Menotti selbst (1996)

Wie beliebt diese Weihnachtsoper in den USA ist, zeigen auch die zahlreichen Aufführungen, die parallel zu unseren Aufführungen stattfinden. Hier nur eine kleine Auswahl:
* Boise: 3.12.2011
* Chicago: 3.+4.12.2011
* Fall River: 1.-4. und 8.-11.12.2011
* Nevada: 16.+18.12.2011
* Passadena: 9.-11.12.2011
* St. Louis: 9.-11.12.2011

Ist nicht allein das schon ein guter Grund, dieses Stück einmal in Hamburg - ganz dicht vor der eigenen Haustür - kennenzulernen ?

Die Handlung der Oper

Amahl, ein Schäferjunge, lebt zusammen mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Amahl ist behindert - eines seiner Beine ist gelähmt, daher kann er sich nur mit einer Krücke fortbewegen, die er selbst gemacht hat. Amahl hat eine blühende Phantasie und erzählt manchmal Lügengeschichten. Eines abends sitzt Amahl vor dem Haus und spielt Flöte. Seine Mutter ruft ihn, damit er ins Haus kommt. Der Junge folgt nicht sofort, sodass die Mutter selbst hinausgeht und ihn hereinholt. Auf die Frage, was denn nachts draußen noch so spannend sei, erzählt Amahl von einem großen Stern mit einem Schweif. Die Mutter - seine Geschichten gewöhnt - glaubt ihm nicht und macht sich Sorgen über die Zukunft.

Die Heiligen Drei Könige sind mit ihrem Pagen auf dem Weg nach Bethlehem. Sie kommen an Amahls Haus vorbei und klopfen an. Amahl wird von seiner Mutter aufgefordert zur Tür zu gehen. Als er versucht ihr zu erklären, dass draußen drei Könige stehen, glaubt ihm die Mutter nicht und wird wütend. Als sie schließlich selbst zur Tür geht, weicht sie zuerst erschrocken zurück und bittet dann die Drei Könige herein. Diese erhoffen sich eine Unterkunft für die Nacht. Während die Mutter in den Wald geht, um Reisig zu suchen, unterhält sich Amahl mit den Königen. Als die Mutter zurück kommt, schickt sie Amahl auf die Suche nach anderen Hirten, damit diese etwas zu essen bringen und sie die Könige würdig empfangen kann. In der Zwischenzeit bewundert sie die Gaben, die die Könige dem Christuskind bringen wollen. Es kommen die Hirten, legen ihre Gaben dar und tanzen für die Könige. Danach verabschieden sie sich, und in der Hirtenhütte bereiten sich alle auf die Nachtruhe vor.

Während die Könige schlafen, lässt das viele Gold der Mutter keine Ruhe, und sie versucht, ein Stück Gold zu stehlen. Beim Diebstahl wird sie vom Pagen ertappt, und es entsteht großer Aufruhr. König Melchior besänftigt die Situation und sagt der Mutter, sie möge das Gold behalten. Diese jedoch, gerührt von der Geschichte des Jesuskinds, will das Gold nicht mehr. Da bietet Amahl an, dem unbekannten Kind seine Krücke zu schenken. Als er sie den Königen überreicht, geschieht ein Wunder: Amahl kann normal gehen. Die überglückliche Mutter lässt daraufhin ihren Sohn die Könige zur Krippe begleiten.


(Dieser Text wurden z.T. zitiert nach http://de.wikipedia.org/wiki/Amahl_und_die_nächtlichen_Besucher. Er ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)

Eine deutsche Übersetzung des Textes finden Sie übrigens hier.

CDs

Erste Klangeindrücke erhalten Sie hier:
http://www.amazon.de/gp/recsradio/radio/B00000C2I7/ref=pd_krex_dp_001_001?ie=UTF8&track=001&disc=001

Videos

Eine historische Aufnahme mit dem Knabensopran Bill McIver findet sich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=_03iA_QvfWw
Menotti selbst war an der Produktion beteiligt, die Weihnachten 1955 gesendet wurde.

Konzertkarten

Eintrittskarten mit freier Platzwahl erhalten Sie zum Preis von 15,- EUR (Kinder: 10,- EUR) bei der Konzertkasse GERDES, Rothenbaumchaussee 77, Telefon: 040 - 45 33 26, und an der Abendkasse.

Außerdem gibt es eine Familienkarte für 2 Erwachsene und 2 Kinder zum Preis von 40,-EUR.

Gruppen (insbesondere Schulklassen) wenden sich bitte direkt an Julia Siebrecht:
Telefon: 30 37 37 15 (montags und donnerstags zwischen 9:30h und 12:30h) oder per E-Mail.
Link

Unser Angebot für Schulen

Diese Stück bietet sich wie kaum ein anderes auch für ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt an. Lehrer, die sich davon angesprochen fühlen, würden wir gerne mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen. Vorstellbar sind z.B.
  • Probenbesuche von Schülergruppen
  • Gespräche mit Mitwirkenden oder Theologen
  • vergünstigte Konzertkarten
  • etc.
Bitte setzen Sie sich bei Interesse direkt mit dem Kirchenmusikbüro in Verbindung (Telefon: 30 37 37 15 oder per E-Mail).

Bitte beachten Sie auch unseren Downloadbereich, in dem wir Ihnen Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellen.
U.a. finden Sie dort auch eine deutsche Übersetzung des Textes.

Sponsoren, Spender und Jacobus-Gesellschaft

Ambitionierte Kirchenmusik, wie sie an der Hauptkirche St. Jacobi gemacht wird, ist dringend auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.

Auch dieses Projekt wird nur möglich sein, weil es ...

... die Jacobus-Gesellschaft gibt. Jeder kann in der Musiksparte mit einem Jahresbeitrag ab 25 EUR Mitglied werden. Mitglieder erhalten Freikarten für eine Veranstaltung pro Jahr und Vorzugskarten für alle Konzerte in St. Jacobi.

... die Stiftung Kirchenmusik gibt, deren Erträge zweckgebunden für die Pflege und Förderung geistlicher Musik an der Hauptkirche St. Jacobi verwendet werden.

Spendenkonto:
Empfänger: Stiftung Kirchenmusik St. Jacobi
Konto: 603 214 503
BLZ: 200 300 00 (HypoVereinsbank)

... Sponsoren gibt. Gerne stellen wir in diesem "virtuellen Programmheft" unsere Sponsoren vor.

Komposition und Uraufführung

Gian Carlo Menotti erhielt im Jahr 1951 einen Kompositionsauftrag von der NBC, die erste Oper für das Fernsehen zu schreiben. Die Oper sollte zum Weihnachtsfest 1951 live im fernsehen aufgeführt werden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein geeignetes Sujet zu finden, ließ Menotti sich von einem Gemälde von Hieronymus Bosch inspirieren, einem Epiphanie-Triptychon, das er im Metropolitan Museum in New York gesehen hatte, und komponierte Amahl and the Night Visitors.

Kurz vor der Ausstrahlung war Menotti noch immer nicht fertig mit der Komposition und vollendetet diese erst wenige Tage vorher, sein Lebenspartner Samuel Barber stellte die Orchestrierung fertig. Obwohl die Sänger kaum Zeit gehabt hatten, ihre Partien zu lernen, liefen die Endproben einwandfrei; Arturo Toscanini sagte zu Menotti: "This is the best you've ever done."

Obwohl Amahl and the Night Visitors als Fernsehoper konzipiert war, dachte Menotti immer an eine Bühnenaufführung: "On television you're lucky if they ever repeat anything. Writing an opera is a big effort and to give it away for one performance is stupid."

Amahl and the Night Visitors wurde am 24.12.1951 auf 35 Kanälen der NBC gleichzeitig ausgestrahlt, mehr als fünf Millionen Menschen sahen die Live-Übertragung – dies war das größte Publikum, was eine Oper im Fernsehen jemals hatte.

Bis in die 60er Jahre wurde Amahl zu jedem Weihnachtsfest live im Fernsehen übertragen, bis schließlich eine Aufnahme angefertigt wurde, die noch heute alljährlich zu Weihnachten im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Wer war Gian Carlo Menotti ?

Gian Carlo Menotti ist einer der bekanntesten und meist gespielten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Menotti wurde am 7.7.1911 in Cardegliano am Luganer See geboren und entwickelte bereits früh eine Begeisterung für Musik und Opern. Bereits als Siebenjähriger komponierte er erste Lieder. Seine Vorbilder waren Puccini und Wolf-Ferrari, deren stilistischer Einfluss in seinen Werken spürbar ist. Eines seiner ersten Bühnenwerke schrieb Menotti als Elfjähriger für eine Puppenbühne, mit 13 wurde er am Konservatorium in Mailand aufgenommen. Nach dem Tod seines Vater siedelte Menottis Familie in die USA über. Dort setzte Gian Carlo sein Studium fort, unter anderem am Curtis Institute in Philadelphia.

Menottis erste vollendete Oper „Amelia Goes to the Ball“ aus dem Jahr 1937 machte ihn so bekannt, dass sie sogar an der Met in New York gespielt wurde. Daraufhin bekam Menotti von der Fernsehgesellschaft NBC den Auftrag für eine Radio-Oper, die im Jahre 1939 zum ersten Mal gespielt wurde („The Old Maid and the Thief“). Seit seinem Werk „The Medium“ (1947) ist er einer der am meisten gespielten Komponisten des späten 20. Jahrhunderts. Weitere Werke aus dieser Zeit sind u.a. „The Telephone“ (1947), „The Saint of Bleecker Street“ (1954) und „The Consul“ (1950), das als Menottis bedeutendstes Werk gesehen wird und den Pulitzer-Preis sowie den New York Drama Critics Circle Award gewann. Für all seine Opern schrieb Menotti selbst den Text, ebenso für die Oper „Vanessa“ seines Lebensgefährten Samuel Barber.

Für den NBC komponierte er 1951 „Amahl and the Night Visitors“, eine Kinderoper, die in den USA lange Zeit jedes Jahr zu Weihnachten ausgestrahlt wurde. Eine Bühnenfassung des Werkes feierte im folgenden Jahr in Bloomington Premiere.

Sechs Jahre später rief er im italienischen Ort Spoleto das Festival dei due Mondi (Festspiele zweier Welten) ins Leben, welches sich durch die Entdeckung längst vergessener Opern und neuerer Werke prämierte, später gab es das Festival auch in den USA und 1985 auch in Australien. Menotti übergab schließlich die Festivalleitung seinem Adoptivsohn Francis Menotti.

1986 fand die Uraufführung der Oper „Goya“, für Plácido Domingo komponiert, statt. 1993 wurde Menotti Direktor der Oper in Rom. Bis zu seinem Tod war Menotti als Opernregisseur tätig und inszenierte auf der ganzen Welt. Er verstarb am 01.02.2007 im Alter von 95 Jahren in Monaco.













Foto: Carl van Vechten

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Menottis musikalische Sprache

Menotti gehört zu den Traditionalisten, setzt auf die Dur/Moll-Tonalität und daraus abgeleitete, periodisch überschaubare Strukturen, die stets eingängig bleiben und von kalkulierter Wirkung sind. In der Tradition Giacomo Puccinis ist seine Melodiebildung kantabel und fließend.

Für die Bühnenwerke nutzt er eine knappe, effektvolle und bühnendramatisch reizvolle Tonsprache, die Einflüsse von Kurt Weill und Samuel Barber zeigt.

(Dieser Text wurden zitiert nach http://de.wikipedia.org/wiki/Gian_Carlo_Menotti. Er ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.)